Emotionslos schlurften die meisten Bayer-Profis nach dem Abpfiff zum Mannschaftsbus. Ähnlich emotionslos hatten sie in der zweiten Halbzeit auch die 0:1-Niederlage bei Meister Borussia Dortmund verwaltet.
Immer mehr gewinnt man in dieser Saison den Eindruck: Da geht für Leverkusen nichts mehr nach oben. Es reicht eben nicht, eine passable erste Hälfte zu spielen, relativ gut organisiert zu stehen und Ballkontrolle zu haben.
Bayer präsentierte sich in der Offensive erneut völlig harmlos, spielte sich nur eine Torchance (Schürrle) heraus – enttäuschend. Im Sturm geht weiter fast nichts. Erst 28 Tore erzielte die Werkself, sogar Köln und Mainz haben mehr Treffer geschossen. Bayer stemmte sich nach der Pause nicht mehr ernsthaft gegen die Niederlage, die der starke Dortmunder Shinji Kagawa mit seinem Tor Sekunden vor der Halbzeit eingetütet hatte.
Einen Champions-League-Platz sieht Leverkusen mittlerweile nur noch mit dem Fernrohr. Für die hohen Ansprüche, die Bayer formuliert hat, taugen die Leistungen in dieser Saison nicht. „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht“, befand Sportdirektor Rudi Völler, der aber auch den Finger in die Wunde legte: „Wir sind keine Träumer, momentan redet hier keiner von einem Champions-League-Platz. Wir müssen schauen, dass wir die Europa League sichern. Es stimmt, wir haben ein Problem in der Offensive. Wir erspielen uns zu wenig Torchancen. Das ist das große Problem.“
Und man fragt sich auch, wie Bayer am Dienstag gegen den großen FC Barcelona bestehen soll, gegen Messi, Xavi und Co.
Der umstrittene Trainer Robin Dutt glaubt aber weiter an seine Truppe: „Wir haben charakterlich tolle Jungs. Das ist eine schwierige Saison für uns. Es sieht vielleicht von außen so aus, als ob die Mannschaft nicht dran glaubt. Das ist aber nicht der Fall“, verteidigte Dutt seine Mannschaft, die längst nicht mehr den ansehnlichen, offensivfreudigen Fußball spielt, für den Bayer jahrelang stand. Und der Umgang mit Altstar Michael Ballack erreichte gestern mal wieder einen neuen Tiefpunkt (siehe nächste Seite).
Bayer schenkt Hyypiä und Lewandowski das Vertrauen
„Dass Bayer 04 uns nun die Chance gibt, den gemeinsamen Weg fortzusetzen, ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte Hyypiä. Bayer stattete das Duo mit einem Dreijahresvertrag bis 2015 aus.
Bayer siegt 15:0 auf Norderney
Bayer 04 Leverkusen gewann auf der Nordsee-Insel Norderney ein Testspiel gegen den Kreisligisten TuS Norderney 15:0.
Sami Hyypiä soll Trainer bleiben!
Bereits in dieser Woche kann alles eingetütet werden, dann heißt alte und neue Trainer bei Bayer Leverkusen Sami Hyypiä. Vor allem Rudi Völler sprach sich jetzt für das finnische Fußballidol aus.