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Idioten-Feuerwerk: Holzhäuser will Kohle von Zündlern

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Nach dem Abschießen von Feuerwerkskörpern im Frankfurter Block unterbricht Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie und beordert beide Mannschaften in die Kabine.
Nach dem Abschießen von Feuerwerkskörpern im Frankfurter Block unterbricht Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie und beordert beide Mannschaften in die Kabine.
Foto: Herbert Bucco
Leverkusen –  

Der DFB-Boss saß auf der Tribüne. Der Bundestrainer auch. Und in den Gesichtern von Wolfgang Niersbach und Joachim Löw war das Entsetzen zu sehen.

Um 15.45 Uhr schossen Raketen in den Leverkusener Himmel. Knallkörper explodierten, und der Mob in der Frankfurter Kurve tobte.

Schiedsrichter Wolfgang Stark versammelte die Mannschaften an der Mittellinie, dann beorderte der FIFA-Referee die Teams in die Kabine. Rauch hüllte die Arena ein, und in diesem Moment war alles möglich. Sogar ein Spielabbruch.

Aber nach sieben Minuten pfiff Stark wieder an. Bayer gewann 3:1 gegen die Eintracht. Bayers starke Boy-Group ist weiter DER Bayern-Verfolger. Aber der sportliche Höhenflug spielte angesichts der Frankfurter Chaoten nur noch eine Nebenrolle.

Frankfurts Klubchef Heribert Bruchhagen war geschockt. „Wir haben eine Gruppe von Problembesuchern, die mit Fußball überhaupt nichts zu tun haben.“ Dann ging er noch einen Schritt weiter. „Es hilft jetzt nur, diese Leute auszugrenzen. Sie leben den Fußball nicht. Sie wollen ihn kaputt machen. Ich verstehe nicht, dass die Leute drumherum wegschauen.“

Der neue Tiefpunkt könnte die Frankfurter hart treffen. Sie sind Wiederholungstäter. Ihnen drohen drastische Strafen bis hin zu einem Geisterspiel! Es wäre ein Horrorszenario für die Hessen. Laut Wolfgang Holzhäuser aber nicht das geeignete Mittel, den Mob zu stoppen. Bayers Klubchef fordert, dass die Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden.

„Wir haben vier Personen auf Video identifiziert. Die Polizei versucht nun, diese Personen zu fassen. Sie müssen dann zur Rechenschaft gezogen werden. Schließlich könnten wir eine fünfstellige Summe auferlegt bekommen.“ Holzhäuser will jetzt die DFL einschalten. Denn er sieht es nicht ein, dass Bayer wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen eine Strafe aufgebrummt bekommt. „Wir hatten keinerlei Hinweise darauf, dass so etwas passiert.“

Vielleicht war es auch nur eine Racheaktion der Eintracht-Randalierer. Denn vor zwei Jahren lagen Bayer Informationen vor, dass sie in der BayArena zündeln wollten. Holzhäuser veranlasste deshalb vor dem Spiel Ganzkörperkontrollen. Dafür wurde er heftig attackiert.

Heute muss man sagen: Anders geht es wohl nicht, gegen diese Art von „Fans“ vorzugehen. Eintracht-Boss Bruchhagen, der tief deprimiert war, will sich von dieser unbelehrbaren Randgruppe aber nicht fertigmachen lassen. „Wir werden vor dieser Minderheit nicht resignieren. Wir müssen diese Leute aus dem Stadion verbannen. Sie schaden nicht nur der Eintracht sondern dem gesamten Fußball.“

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