Mönchengladbach - René Adler griff sich an seine rechte Hüfte und machte ein ernstes Gesicht. Den Bayer-Keeper schmückte ein großer blauer Fleck, der schmerzte. Und dann war da noch die Schulter. Ebenfalls lädiert. Bänderdehnung. Machte aber nix. Musste er wegstecken, er will ja weiter Deutschlands Nr. eins bleiben.
Aber wie eindrucksvoll der 23-Jährige seine Spitzenstellung am Samstag unter Beweis stellte, war schon verblüffend. Mit zwei atemberaubenden Reflexen verhinderte er Gegentreffer, einmal riskierte er gegen Steve Gohouri Kopf und Kragen. Und dafür gab es ein Sonderlob von Bruno Labbadia: „Er hat trotz der Schmerzen eine hervorragende Partie gespielt.“
Bayers Sieggarant offenbarte auch verbal kämpferische Qualitäten. „Wenn wir verloren hätten, wären wir nach unten durchgereicht worden“, sagte Adler mit leiser Stimme, „das wollten wir mit aller Macht verhindern.“ Und dann blickt er in die Zukunft, fordert ein Happy End im Saisonfinale gegen Cottbus: „Gegen die müssen wir unbedingt gewinnen. Dann haben wir eine hervorragende Hinrunde gespielt und können zufrieden Weihnachten feiern.“
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