Michael Ballack hat ein halbes Jahr nach seinem Karriereende seine letzten Trainer bei Bayer Leverkusen erneut kritisiert.
„Das Verhältnis zu Jupp Heynckes war vom ersten Tag an distanziert. Mir kam es vor, als habe ihm irgendjemand zu spät Bescheid gesagt, dass Michael Ballack nach Leverkusen wechselt“, sagte der 36-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin „11Freunde“.
Ballack hatte zunächst von 1999 bis 2002 für die Werkself gespielt und war im Sommer 2010 noch einmal für zwei Spielzeiten nach Leverkusen zurückgekehrt. „Die eineinhalb Jahre waren nicht einfach. Ich kam voll motiviert dorthin zurück“, sagte Ballack.
Dass der Wechsel zum derzeitigen Bundesligazweiten sogar ein Fehler war, wollte Ballack nur indirekt zugeben. Hinterher sei man immer schlauer, meinte er, aber auch wegen der Freundschaft zu Sportchef Rudi Völler und der Vertrautheit mit dem Umfeld habe sich Ballack für die Rückkehr entschieden.
Gleichzeitig äußerte Ballack erneut seinen Unmut über die Zusammenarbeit mit Heynckes-Nachfolger Robin Dutt. „Er hatte offenbar von vornherein andere Vorstellungen, als mit mir zu arbeiten. Zumindest hat er das in Interviews zum Ausdruck gebracht“, erläuterte der einstige Mittelfeldstar von Bayern München und dem FC Chelsea.
In dieser Zeit habe er mit großen Trainern zusammengearbeitet. „Sie gaben mir das Gefühl, dass sie voll auf mich bauen“, sagte Ballack. Auch deshalb sei er verwundert gewesen, dass dies in Leverkusen nicht der Fall gewesen sei.
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