Lewandowski – Dortmund? Nein, hier ist nicht von BVB-Topstürmer Robert Lewandowski (24) die Rede, sondern von Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski (41).
Geboren in Dortmund, aufgewachsen in Dortmund, lange Spieler und Trainer in Dortmund. Am Sonntag spielt er nun mit seinem Team gegen Dortmund – und damit auch gegen Freunde und Verwandte.
Das Spitzenspiel ist also auch für ihn persönlich ein spezielles. „Ich habe nur drei Kilometer vom Stadion entfernt gewohnt. Und wenn du dort lebst, kommst du automatisch mit dem BVB in Verbindung. Die Borussia lässt in dieser fußballverrückten Stadt keinen kalt.“
Freunde, Verwandte – alle BVB-Fans. Nur Lewandowski war keiner: „Das ist alles ein bisschen komisch. Ich war zwar ab und zu im Stadion. Aber ich war kein Fan der Borussia, überhaupt war ich nie Fan irgendeines Vereins.“
Zweimal hatte Lewandowski aber die Chance zum BVB zu wechseln, wie er uns sagt. Zweimal entschied er sich dagegen. Als Spieler: „Als ich in der B- oder A-Jugend von Eintracht Dortmund spielte, waren wir einfach besser als der BVB. Ich sah damals keinen Grund für einen Wechsel. Und die 1. Liga hätte ich mir als Spieler ohnehin nicht so zugetraut.“
Nachdem er die U19 des VfL Bochum dreimal zur Deutschen Meisterschaft geführt hatte, wollte Borussia den Trainer Lewandowski. „Doch Bayer war schneller. Leverkusen hatte sich als erster Klub überhaupt um mich bemüht. Das Gesamtpaket hat mich gleich überzeugt, ich habe mich bewusst für Bayer entschieden. Es war eine gute Entscheidung.“
Kann man so sagen. 25 Spiele bestritt die Werkself unter Lewandowski und Sami Hyypiä und holte 2,04 Punkte im Schnitt – eine starke Bilanz. Die soll gegen den Klub aus seiner Heimatstadt positiv weitergeführt werden. „Vor einem Jahr waren die Dortmunder noch Lichtjahre weiter als wir. Doch wir haben aufgeholt, sind dran“, zeigt sich Lewandowski selbstbewusst.
Während sich Sportdirektor Rudi Völler ehrfurchtsvoll vor der Borussia verneigt, will Lewandowski dem BVB mit seinem Team noch länger Paroli bieten: „Wir wollen Platz zwei am Sonntag verteidigen. Wir haben nach dem 0:3 im Hinspiel etwas gutzumachen. Da sind wir viel zu passiv aufgetreten. Das müssen und wollen wir ändern.“
Bayer jubelt preiswert und ist sympathisch
Der Klub schneidet bei der Bundesliga-Untersuchung hervorragend ab. Vor allem die Fans kommen auf ihre Kosten.
Völler poltert: „Dortmund ist scheinheilig“
„Sokratis hatte bei uns schon zugesagt, wir waren mit Werder sehr weit. Genau das wusste der BVB auch. Doch die Borussia hat jetzt einen großen Tresor, und den haben sie aufgemacht“, erklärt Völler.
Macht Son Schürrles Chelsea-Traum wahr?
Noch fehlt ein Ersatz für den 22-Jährigen. Neben Chelseas Kevin de Bruyne ist nun auch Heung-Min Son vom HSV ins Gespräch.