Empfehlen | Drucken | Kontakt03.10.2010 - 10:19 Uhr

Neuer Vorstandsvorsitzender: Der neue Chef träumt vom Titel

Von LARS WERNER
Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers träumt vom Titelgewinn des Teams von Trainer Jupp Heynckes.
Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers träumt vom Titelgewinn des Teams von Trainer Jupp Heynckes.
Foto: dpa
Leverkusen –  

Auch der neue Bayer-Chef steht auf Fußball. Und er träumt sogar von der Meisterschaft!

Das erste Spiel unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden. Wenn Bayer am Sonntag (17.30 Uhr) Werder empfängt, fiebert Werner Wenning natürlich weiter mit der Werkself. Der 63-Jährige ist aber nicht mehr verantwortlich für den Konzern, am Freitag hat ihn offiziell Marijn Dekkers (53) abgelöst.

Jahrzehntelang unterstützte der Leverkusener Wenning die Bayer-Tochter, die Fußball GmbH – mit Passion und Geld. Der Ballack-Transfer gilt als eine Art Abschiedsgeschenk. Ändert sich nun etwas unter dem Niederländer mit US-Pass? „Werner Wenning hatte stets ein Herz für den Sport im Allgemeinen und Bayer 04 im Speziellen. Wir haben mehrmals mit Herrn Dekkers gesprochen. Uns wurde Kontinuität signalisiert. Ich bin überzeugt, dass er uns positiv gegenübersteht“, sagt Bayer-04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Die Chancen dafür stehen gut. Dekkers ist Fußballfan, seine Liebe gilt dem PSV Eind-hoven. „Wir werden alles dafür tun, dass er einen zweiten Profi-Verein in sein Herz schließt“, meint Holzhäuser. „Herr Dekkers war ja schon des Öfteren mit seinen Töchtern im Stadion“, weiß Kommunikationschef Meinolf Sprink.

Und diese Besuche haben Dekkers offenbar gefallen. Bei seiner Antrittsrede sagte der neue Konzernchef: „Vielleicht gelingt mir ja bei Bayer noch etwas, was selbst Herrn Wenning in fast 45 Jahren nicht geglückt ist: der eigenen Werkself zur Deutschen Meisterschaft zu gratulieren.“ Der neue Chef träumt vom Titel – an der Vereinspolitik ändert sich nichts. Holzhäuser: „Es ist ein Irrglaube, dass da einer mit der Gießkanne im Konzern rumläuft und uns mit Millionen bespritzt.“

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