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Bayers Sportdirektor: Völler: „Wir werden für die Erfolge bestraft“

Bayer-Sportchef Rudi Völler ärgert der Spielplan.
Bayer-Sportchef Rudi Völler ärgert der Spielplan.
Foto: dpa
Frankfurt –  

Gladbachs Trainer Lucien Favre (55) droht mit dem großen Knall am Saisonende, Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler (52) fühlt sich für starke Leistungen bestraft – der Ärger der Europa-League-Starter wird für die DFL zum Problemfall.

Weil die fünf Ausnahmeregelungen für drei statt zwei Sonntagsspiele bereits verbraucht sind, müssen Leverkusen, Gladbach, Hannover und Stuttgart teils im kraftraubenden Donnerstag-Samstag-Rhythmus antreten.

„Die Vereine, die an der Europa League teilnehmen, finden das unsportlich und ungerecht“, schimpft Völler: „Vereine, die letzte Saison gut gespielt haben, bestraft man mit solchen Ansetzungen.“

Ganze 43 Stunden hatte Bayer nach dem Zwischenrunden-Hinspiel gegen Benfica Lissabon Zeit, sich auf den Bundesliga-Alltag gegen Augsburg vorzubereiten – zu wenig, auch wenn ein 2:1 heraussprang.

Ähnlich „viel“ Zeit, aber weniger Erfolg hatte Mönchengladbach, das nach dem 3:3 gegen Lazio beim HSV den Kampf um Platz sechs verlor (0:1). „Dazu werde ich in ein paar Wochen deutlich meine Meinung sagen“, kündigte Favre bereits an, kräftig Dampf abzulassen.

Die DFL macht jedoch wenig Hoffnung auf kurzfristige Entspannung. „Ich verstehe den Unmut“, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (49). „Sportlich kann man dem nicht widersprechen. Es ist eine extreme Belastung – gar keine Frage. Aber genau wie die Vereine von uns erwarten, dass wir uns vertragstreu verhalten, können das auch andere Partner von uns erwarten.“

Der TV-Vertrag, der am Saisonende ausläuft, sieht nur fünf Ausnahmen vor – alle wurden in der Hinrunde gezogen, um die Klubs zu entlasten. „Das Problem ist erkannt. Es ist in diesem Jahr eine besondere Situation gewesen“, sagte Rettig: „Wir haben das intern diskutiert. Es gibt aber keine Chance, die ich momentan offiziell erklären kann.“

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