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Bayer-Neuzugang: Heung-Min Son: Ich sehe mich nicht als Held

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Heung-Min Son  ist der neue Star von Bayer Leverkusen.
Heung-Min Son ist der neue Star von Bayer Leverkusen.
Foto: imago sportfotodienst
Kaprun –  

Er lacht viel und oft. Heung-Min Son (20) ist eine Frohnatur, das zeigt er auch in Kaprun. Schon nach wenigen Tagen wirkt der Zehn-Millionen-Euro-Neuzugang bei Bayer 04 angekommen. In seinem ersten Spiel für Leverkusen (gegen 1860 München, 1:2) traf er – so kann’s weitergehen. EXPRESS sprach mit dem Südkoreaner, der in sehr gutem Deutsch antwortete.

Wie lebt es sich als teuerster Einkauf in Bayers Vereinsgeschichte?

Das ist schon ein bisschen Druck für mich, aber ich versuche das nicht groß an mich heranzulassen. Ich verspreche allen Fans: Ich werde hart arbeiten, um keinen zu enttäuschen.

Sie hätten auch nach England wechseln können – was ja Ihr Traumziel sein soll.

Nein, das wird zwar oft geschrieben, aber ich wollte schon in Deutschland bleiben. Englisch sprechen kann ich auch gar nicht! Und Bayer ist ein Topverein für mich.

Und was war mit Borussia Dortmund? Gab es wirklich Interesse?

Ja, ich habe auch mit Dortmund gesprochen. Aber Leverkusen wollte mich noch mehr als Borussia. Es ist toll, wie es für mich gelaufen ist

Haben Sie denn schon eine Wohnung gefunden?

Ja, in Düsseldorf. Jetzt kann ich mit Rudi Völler eine Fahrgemeinschaft bilden (lacht). Meine Eltern werden mit mir zusammenwohnen. Allein in der Fremde in einer großen Wohnung – nein, das ist nichts für mich. Ich brauche meine Familie. Und Kochen und Haushalt machen sind bestimmt nicht meine Stärke.

Ihr Vater Wong-Jung Son ist Ihr großer Förderer. Wie streng war er zu Ihnen?

Er war schon manchmal streng. Heute weiß ich: ich habe ihm viel zu verdanken. Mit 4 Jahren habe ich mit dem Fußball angefangen. Mein Vater war früher selbst auch ein guter Fußballer, hatte aber Pech mit Verletzungen.

Sie sind in Südkorea ein Fußballheld. Können Sie dort einfach so auf die Straße gehen?

Nein, nicht wirklich. Ich selbst sehe mich zwar nicht als Helden an, aber aufpassen muss ich schon. Ich trage meistens ein Käppi und eine Sonnenbrille, um nicht sofort erkannt zu werden.

Wen möchten Sie außerhalb des Fußballs einmal kennenlernen?

PSY (südkoreanischer Rapper mit dem Welterfolg Gangnam-Style, d. Red.). Ein Supertyp, ein echter Volksheld in Südkorea, dessen Songs ich auch schon früher gut fand.

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