Leverkusen - Am Freitag probt Jupp Heynckes den Ernstfall. Ausgerechnet vor den Toren der Potsdamer Filmkulissen nahe Berlin fällt für den Bayer-Trainer die erste Klappe.
Dabei will Babelsbergs Dietmar Demuth dafür sorgen, dass die Premiere für den 64-Jährigen mit einem Drama endet.
Der Trainer des Regionalligisten plant das ganz große Kino. Wuppt Didi Jupp aus dem Pokal? „Hoffen und Träumen ist immer erlaubt. Ich habe bisher in meiner Laufbahn noch nie an einer Pokal-Sensation mitwirken dürfen. Vielleicht drehen wir ja nun mit Babelsberg ein Fußball-Märchen.“
Eins gelang dem heute 54 Jahre alten Ex-Profi, der für Bayer vier Jahre lang kickte und zwischen 1979 und 1983 in 59 Spielen 14 Tore erzielte, mit dem FC St. Pauli. „Wir haben als Bundesliga-Schlusslicht und Nobody den großen FC Bayern 2:1 besiegt. Damals wackelte das Millerntor“, erinnert sich der frühere Pauli-Coach an den 6. Februar 2002.
Jetzt soll die Sensation mit Babelsberg gelingen. Demuth: „Wir haben in der Vorbereitung gegen Cottbus, Union Berlin und Ahlen gepielt und nur gegen Ahlen verloren. Wir werden uns auch gegen Leverkusen mit Händen und Füßen wehren, denn wir haben uns nicht über die brandenburgischen Dörfer gequält, um uns dann vor den eigenen Fans abschießen zu lassen.“
Derdiyok verletzt sich an Zahnputzglas
Der Stürmer fällt lange aus. „Die Wunde ist bereits genäht, der Fuß muss aber mindestens zehn Tage stillgelegt werden. Eren wird uns somit zwei bis drei Wochen fehlen“, sagte Trainer Dutt.
Benders Appell: „Brauchen die Fans“
Auszüge aus Benders Appell an die Fans, die nach dem Sieg gegen Mainz das eigene Team ausgepfiffen hatten, lesen Sie im EXPRESS.
Völler: Eine Tasse voller Gift und Galle!
Krankheitsbedingt hatte Bayers Sportdirektor zur „Causa Ballack“ eine Woche ungewollt geschwiegen. Jetzt machte sich Rudi Luft. Und wie!