Explosionsgefahr bei Bayer Leverkusen: Nach der harschen Kritik von Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der erstmals in aller Öffentlichkeit das Projekt Ballack unter dem Werkskreuz für gescheitert erklärt hatte, schießt Ballacks Manager zurück.
Was Michael Becker zu der Schlammschlacht sagt – hier das Interview:
Herr Becker, Wolfgang Holzhäuser hat das Projekt Ballack als gescheitert erklärt. Können Sie sich diese Aussage erklären?
Im ersten Jahr wurde Bayer Vizemeister und hat sich nach vielen Jahren wieder für die Champions League qualifiziert. Nun steht man sogar im Achtelfinale der Champions League. Michael selbst ist daher entsetzt und zutiefst persönlich enttäuscht über diese Aussagen.
Sehen Sie einen Grund für die Angriffe?
Ich kann diese abrupte Kursänderung gedanklich nicht nachvollziehen. Noch im Trainingslager haben sich Robin Dutt, Rudi Völler und gerade Wolfgang Holzhäuser überaus positiv über Leistung und Einstellung von Michael Ballack geäußert. Deswegen kommen diese Aussagen doch sehr überraschend.
Sportliche Gründe liegen hier offensichtlich nicht vor. Was kann dann der Hintergrund sein?
Durch die letzten beiden Heimspiele ist offensichtlich massiver Druck entstanden. Ich kann mich nicht erinnern, dass in Leverkusen Auswechslungen eines Trainers derart mit Pfiffen bedacht wurden. Wenn nun nach Hanno Balitsch hierfür ein zweiter Sündenbock gesucht werden soll, ist Michael Ballack, der einen hohen Stellenwert bei den Fans genießt, in meinen Augen die falsche Wahl.
Wird Ballack trotzdem seinen Vertrag bei Bayer erfüllen?
Davon gehe ich aus.
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