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3:1-Sieg gegen Frankfurt: Eintracht-Chaoten zünden die Bayer-Rakete

Jubel bei Bayer nach dem 2:0 durch Stefan Kießling.
Jubel bei Bayer nach dem 2:0 durch Stefan Kießling.
Foto: dpa
Leverkusen –  

Bayer Leverkusen hat sich auch durch Fan-Chaoten von Eintracht Frankfurt nicht stoppen lassen. Zum Rückrundenauftakt gewann der Tabellenzweite das Spitzenspiel gegen die Hessen mit 3:1 (2:0). Sebastian Boenisch (31.) und Stefan Kießling (33.), der sein Saisontrefferkonto auf 13 erhöhte, waren per Doppelschlag für den schärfsten Verfolger des Herbstmeisters Bayern München in der ersten Hälfte erfolgreich.

Nationalspieler Andre Schürrle (58.) erhöhte auf Vorarbeit von Kießling auf 3:0. Es war das Bundesliga-Tor Nummer 1904 für den 1904 gegründeten Werksklub. Die Leverkusener, die zu Hause ungeschlagen bleiben, erzielten den fünften Heimsieg in Folge.

Nach zuletzt zwei Siegen kassierte die Eintracht, für die Alex Meier (78.) sein zwölftes Saisontor erzielte, dagegen wieder eine Niederlage.

Das Spitzenspiel wurde unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke vom Verhalten verstörter Frankfurter Zuschauer überschattet, sodass die Begegnung in der ersten Hälfte für sechs Minuten unterbrochen werden musste.

Die Rowdys zündeten nach einer Viertelstunde diverse Bengalos sowie Silvesterraketen, die über dem Spielfeld explodierten. FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte beide Teams beim Stande von 0:0 in die Kabine. Dichte Rauchschwaden waberten durch die BayArena.

15, 20 Leute bringen den Fußball in Verruf“, schimpfte Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser auf die Unverbesserlichen. „Es ist extrem unangenehm und sehr deprimierend. Diese Gruppe hat kein Interesse am Fußball“, sagte Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

Nachdem sich der Rauch verzogen hatte und auch unter den Anhängern der Gäste Ruhe eingekehrt war, pfiff Stark die Begegnung wieder an. Die Eintracht muss aufgrund der Vorkommnisse mit einer drakonischen Strafe durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) rechnen.

In der Anfangsphase hatten die Frankfurter vor 28.767 Zuschauern den elanvolleren Eindruck hinterlassen. Die Hessen drückten auf das Tempo, ohne sich allerdings klare Torchancen herausspielen zu können. Die Rheinländer agierten abwartend, sie hatten Probleme, ins Spiel zu finden.

Doch per Doppelschlag gingen sie quasi aus dem Nichts 2:0 in Führung. Beim ersten Treffer landete eine Kopfballabwehr von Eintracht-Rückkehrer Marco Russ genau bei Boenisch, der aus zehn Metern vollstreckte.

Keine 120 Sekunden später hebelten die Leverkusener die Frankfurter Abseitsfalle aus. Der allein aufs Tor zulaufende Gonzalo Castro bediente Kießling, der ins leere Tor einschob.

Getragen von der beruhigenden Führung bestimmte der Werksklub nun das Geschehen. Kapitän Simon Rolfes (40.) besaß mit einem Distanzschuss aus 16 Metern noch eine gute Möglichkeit, er verfehlte allerdings knapp das gegnerische Tor.

Frankfurt wirkte verunsichert. Castros 25-m-Freistoß (51.) wehrte Eintracht-Torwart Kevin Trapp glänzend zur Ecke ab. Auch Daniel Carvajal (70.) scheiterte am Frankfurter Schlussmann. Bei den Gästen hatte der eingewechselte Olivier Occean (68.) mit einem doppelten Pfostenkopfball Pech.

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