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2:1-Erfolg: Bayer: Mühevoller Heimsieg gegen Augsburg

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 Leverkusens Stefan Kießling freut sich über sein Tor zum 1:0.
Leverkusens Stefan Kießling freut sich über sein Tor zum 1:0.
Foto: dpa
Leverkusen –  

Philipp Wollscheid fiel auf den Rasen, er warf seine Arme in den Leverkusener Himmel, atmete einmal tief durch, rappelte sich auf und drosch den Ball gegen die Werbebande.

Vielleicht tat er es, weil er erleichtert war. Vielleicht fiel er auch hin, weil ihn seine müden Beine nicht mehr trugen. Klar ist nur: Das 2:1 gegen Augsburg war ein Rumpel-, Quäl-, Zitter- und Leidenssieg.

Der Mann des Tages hatte noch einen anderen Begriff in seinem verbalen Repertoire: „Es war ein dreckiger Sieg“, sagte Stefan Kießling. Kießling. Schon wieder dieser Kießling! Augsburg liegt dem Torjäger einfach. Fünftes Pflichtspiel gegen die Schwaben, fünfter Treffer.

Sidney Sam verlässt nach einer Verletzung den Platz.
Sidney Sam verlässt nach einer Verletzung den Platz.
Foto: Getty Images

Und das ging so: Castros Freistoß segelt in den Augsburger Strafraum, Kießling schraubt sich hoch und köpft das Ding rein. Und weil er Lars Benders Treffer zum 2:0 auch noch vorbereitete, war es eine astreine Partie, die der Stürmer ablieferte.

Damit hat sich Kies mit 15 Treffern an die Spitze der Torjägerliste gebombt. Da darf man doch auch mal von der Torjägerkanone träumen, oder etwa nicht? „Nee, nee, das können Sie vergessen. Das interessiert mich wirklich nicht. Ich kenne genug Spieler, die diesen Titel holten und danach in der Versenkung verschwunden sind.“ Herrlich verrückt dieser Typ. Er war auch der einzige Lichtblick an diesem grauen Fußballtag in der BayArena.

Leverkusen quälte sich 40 Stunden nach der Benfica-Pleite zum Pflichtsieg, der durch den Gegentreffer von Augsburgs Stürmer Sascha Mölders in der 85. Minute noch einmal in Gefahr geriet. Aber dann war ja Schluss und Bender, dessen rechte Wade mit einem dicken Verband eingepackt war, formulierte das Bayer-Ziel: „Wir wollen da oben bleiben. Wir wollen uns in der Spitzengruppe etablieren.“

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