Empfehlen | Drucken | Kontakt28.01.2012 - 20:23 Uhr

1:1-Remis in Bremen: Reinartz rettet ein Pünktchen Hoffnung

Von THOMAS GASSMANN
Michael Ballack (r.) musste die Partie im Weserstadion von der Bank aus verfolgen.
Michael Ballack (r.) musste die Partie im Weserstadion von der Bank aus verfolgen.
Foto: dapd
Bremen –  

Plötzlich war alles in bester Ordnung…
Rückstand aufgeholt. Punkt geholt in Bremen. Die Welt bei Bayer war trotz des Schmierentheaters um Michael Ballack nach dem 1:1 rosarot.

„Das war unser bestes Spiel in dieser Saison“, hatte André Schürrle erkannt. Kapitän Simon Rolfes sprach von „großer Leidenschaft“, von „Tempofußball“ und erklärte: „So, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war das sehr gut.“

Claudio Pizarro brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Claudio Pizarro brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Foto: dapd

Okay, lassen wir so stehen. Tatsächlich stemmte sich Leverkusen nach dem Rückstand durch Claudio Pizarro gegen die drohende Niederlage.

Tatsächlich hatte Bayers umstrittener Trainer Robin Dutt ein glückliches Händchen bewiesen, als er nach der Pause mit der Einwechslung von Eren Derdiyok zur Offensiv-Attacke blies. Aber von einer Trendwende zu sprechen wäre viel zu früh.

Denn Bayer spielte gegen eine um acht Stammleute dezimierte Bremer Mannschaft und verpasste den so lebenswichtigen Sieg. Denn Werder war nach dem Ausgleich durch den starken Stefan Reinartz nach Tim Wieses Riesenbock „am Boden“ (Rolfes), der Siegtreffer war nur eine Frage der Zeit.

Aber die Bayer-Offensive hat zurzeit einfach nicht die Klasse, selbst aus besten Situationen einzulochen. Und hätte Daniel Schwaab nicht einmal mit seinem besten Stück auf der Linie gerettet, hätte es sogar eine Pleite gegeben.
Aber wen interessierte das noch? Natürlich niemanden. Am Ende zählt, was hinten rauskommt. „Wir wollten drei Punkte, wir haben einen. Den nehmen wir mit“, sagte Abwehrchef Manuel Friedrich trocken.

Der kommende Gegner heißt Stuttgart mit Ex-Trainer Bruno Labbadia. Und da zählt nur ein Sieg. Sonst ist der Traum von der erneuten Champions-League-Teilnahme bereits ausgeträumt. Und das hätte schlimme Folgen. Klubchef Wolfgang Holzhäuser kündigte bereits an, dass dann ein Ausverkauf der Superstars drohe. „Dann können wir uns dieses Team so nicht mehr leisten.“

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