Im Vorjahr war die BG Göttingen noch das Überraschungsteam der Basketball-Bundesliga, schloss die Hauptrunde als Dritter ab. Dass die Niedersachsen auch in diesem Jahr wieder vorne mitmischen, zeigt, dass der Erfolg in Göttingen keine Eintagsfliege ist.
Eng verknüpft mit dem Erfolg ist der Name John Patrick. Der amerikanische Trainer der Göttinger holt aus wenig Möglichkeiten viel heraus. Den geringen Etat gleicht er mit einer sehr unkonventionellen Spielweise aus. Die Mannschaft agiert mit eher kleineren Spielern, hat teilweise bis zu drei Aufbauspieler auf dem Feld. Mit diesen Methoden müssen sich am Samstag (19.55 Uhr, live im DSF) die Telekom Baskets Bonn auseinander setzen.
Göttingens Coach Patrick freut sich auf das Spiel: „Es ist eine wichtige Partie. Es ist immer etwas Besonderes, gegen ein Top-Team wie Bonn anzutreten.“ Auch wenn sein Team zwei Niederlagen weniger auf dem Konto hat als die Bonner, gibt John Patrick die Favoritenrolle gerne an den Vizemeister weiter. „Das Heimteam ist immer der Favorit“, lacht er.
Sein Kontrahent Mike Koch bereitete seine Spieler unter der Woche akribisch auf den Gegner vor. „Man muss gegen Göttingen zurück zu den Wurzeln des Spiels. So wie es vor 100 Jahren gespielt wurde. Damals war dribbeln nämlich verboten“, erklärt Koch. Sprich: Gegen die „Veilchen“ sollen seine Spieler Ball und Gegner laufen lassen. „Viel passen“, ist Kochs Devise. „Aber wir werden uns auch sonst natürlich einiges einfallen lassen.“
Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Bryce Taylor, der sich im Spiel gegen Bremerhaven vor einer Woche am Knie verletzte. „Wir versuchen alles, dass er spielen kann“, so Koch.
„Auch für einen Trainer geht es ums Geschäft“
Im EXPRESS-Interview zieht Baskets-Coach Mike Koch sein Saisonfazit und verrät, wie es mit Tony Gaffney und ihm selbst weiter geht.
Fans feierten ihre Riesen trotz der Niederlage
Die Bonner Baskets sorgten in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Bamberg für vier spannende Partien – am Ende reichte es nicht. Die Fans waren mit ihrer Mannschaft trotzdem zufrieden.
Mission Halbfinale fehlgeschlagen
Mission Halbfinale fehlgeschlagen. Die Telekom Baskets verlieren das entscheidende Spiel gegen Bamberg mit 82:84 und scheiden im Viertelfinale der Playoffs aus.