Empfehlen | Drucken | Kontakt11.05.2009 - 00:00 Uhr

99ers: Wer bezahlt das Projekt mit deutschen Talenten?

Michael Jordan soll deutsche Talente nach oben führen.
Michael Jordan soll deutsche Talente nach oben führen.
Foto: Bucco

Köln - Am Super-Crash sind die Köln 99ers um Haaresbreite vorbei geschrammt. Sowohl sportlich, als auch finanziell. Vorerst. Denn trotz Klassenerhalt geht es jetzt um die Rettung des Kölner Basketballs.

Auf Hochtouren arbeiten die Verantwortlichen am Girlitzweg, kämpfen um neue Sponsoren. Denn ohne einen Werbeträger, der seinen Namen im Kölner Profi-Sport verankern will, gehen im EnergyDome schon bald die Lichter aus. Jan Pommer, Geschäftsführer der Baskteball-Bundesliga, zum EXPRESS: „Sollte der Verein bis zum 30. Juni nicht vorweisen können, dass der Etat gesichert ist, wird die Lizenz entzogen. Sportlich würden die Köln 99ers dann in der zweiten Liga beginnen.“ Ein Horror-Szenario, dem die Kölner mit allen Mitteln entgegenwirken wollen. Das erarbeitete Konzept „Next Generation Team Germany“ erhält Lob von allen Seiten.

Bundestrainer Dirk Bauermann gilt als großer Fürsprecher des Plans, künftig hauptsächlich auf deutsche Nachwuchsspieler zu setzen und soll mit als Ratgeber ins Boot genommen werden. Stephan Baeck, Sportdirektor der 99ers, ist überzeugt von diesem Plan: „Das ist eine tolle Geschichte, sowohl für den deutschen, als auch für den Kölner Basketball.“

Stützen des neuen Teams wären dann Spieler wie Tibor Pleiß und Philipp Schwethelm, weitere Kandidaten tummeln sich in der A2-Nationalmannschaft. „Unser Konzept findet großes Interesse“, sagt Baeck. Um das Vorhaben, ein mit acht deutschen und vier ausländischen Spielern gespicktes Team umsetzen zu können, muss die Kasse jedoch gefüllt sein. Und das bleibt das Problem.

Eine Million Euro gesucht
Bis zum 30. Juni müssen die 99ers nachweisen, dass der Minimal-Etat (eine Million Euro) zu 80 Prozent gedeckt ist. Bereits am 31. Mai erfolgt eine erste Prüfung, mindestens 40 Prozent des Etats müssen dann zur Verfügung stehen. Stephan Baeck: „Die erste Hürde schaffen wir, trotzdem müssen wir weiter hart arbeiten.“

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