Jeder kennt es, das Hänneschen- Theater am Eisenmarkt. EXPRESS schaute mal hinter die Kulissen des Puppenspiels und besuchte die große Werkstatt am Mühlenbach. Denn hier entstehen unsere Knollendorfer! Ralf Bungarten (47) leitet die Werkstatt seit fast 20 Jahren. „Es ist eine tolle Arbeit, sehr kreativ“, schwärmt er.
Neben den Holzpuppen (bemalt und angezogen werden sie im Theater) stellt Bungarten mit seinem Kollegen Markus Henn (42) vor allem die aufwändigen Kulissen fürs Theater her. Die Kulissen erarbeiten die Schreiner mit dem Autor des Stücks. „Das fängt meist ein Jahr vor der Premiere an, wenn irgendwas Spezielles gewünscht ist“, erzählt Bungarten, „Da wird etwa gefragt: Können wir ein Raumschiff haben?“ Klar ging das, die Handwerker bauten es für das Stück „Hänneschen im All“ (2008).
Manchmal kollidieren die Vorstellungen aber auch. „Für die aktuelle Produktion habe ich ein Müll-Hänneschen aus Kronkorken gebaut nach dem Vorbild von HA Schults Trash- People. Ich war begeistert, aber den Verantwortlichen war's nicht dreckig genug“, lacht Bungarten. In ihrem riesigen Lager befindet sich der Fundus aus den letzten sechs Jahrzehnten. „Wir schmeißen nichts weg, ändern auch viele Kulissen ab“, erklärt der Werkstattleiter. Am 5. November startet der „Chressdachszauber“, ein Weihnachtsmärchen für Kinder.
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