Besinnlich, beeindruckend, ein Ort des Erinnerns. Alt Sankt Alban ist das prachtvollste Mahnmal der Domstadt – und steht am Quatermarkt.
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde das später romanische Gotteshaus 1172. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Umbau in eine Hallenkirche. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt Alt Sankt Alban starke Schäden. Doch an einen Wiederaufbau war nicht zu denken. Die Ruine wurde lediglich gesichert und 1959 zur Gedenkstätte für die Toten der beiden Weltkriege erklärt. In diesem Jahrtausend wurde das Mahnmal komplett saniert und 2009 neu eingeweiht.
Zentrales Kunstwerk der Gedenkstätte sind die „trauernden Eltern“, eine Kopie der von Käthe Kollwitz angefertigten Skulpturen. Das Original steht auf dem Soldatenfriedhof in Vladslo-Praetbos in Belgien, auf dem Kollwitz’ Sohn im Ersten Weltkrieg beerdigt wurde. An die Ruine ist nach dem Krieg im Süden und Osten das Treppenhaus und das Foyer des Gürzenich angebaut worden. Im Norden grenzt seit 2001 das Wallraf-Richartz- Museum an, dessen Panoramafenster im Stiftersaal die alte Kirche mit einbezieht.
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