Alemannia gegen den großen FC Bayern, der Pokal-Knaller am Mittwoch (20.30 Uhr, ARD live). Und wenn man sich deren letzten beiden Pokalduelle in Erinnerung ruft, müsste man sagen: Aachen ist der Favorit.
Die Sternstunden auf dem alten Tivoli: Am 4. April 2004 besiegte die Zweitliga-Truppe von Jörg Berger den haushohen Favoriten im Viertelfinale 2:1. Matchwinner in der 80. Minute: Erik Meijer, der heutige Geschäftsführer.
Und am 20. Dezember 2006 war für das Star-Ensemble von Felix Magath schon im Achtelfinale Schluss. Nach einer 3:0-Führung zur Pause sorgte Jan Schlaudraff mit dem 4:2 in der 90. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach der Saison kauften ihn die Bayern.
Der Ur-Tivoli ist Geschichte, nun soll im neuen Stadion der dritte Streich folgen. Zwei Aachener Pokal-Helden sagen, wie's geht.
„An dem Abend hat bei uns alles gepasst. Die Bayern haben den Tivoli jedenfalls auf ganz leisen Sohlen verlassen“, erinnert sich Meijer (41), der hofft: „Es wäre toll, wenn sich die Geschichte wiederholt.“
Der Niederländer feierte seinen Treffer mit nacktem Oberkörper. Erster Gratulant: Willi „das Kampfschwein“ Landgraf. Die Tivoli-Legende (205 Zweitliga-Spiele für die Alemannia) ganz typisch für ihn mit blutigem linken Knie.
„Das war ein großer Kampf damals“, sagt Landgraf. „Wir konnten die Bayern nur mit unserem Einsatz und Teamgeist bezwingen. Mein Gegenspieler war der Salihamidzic. Das passte genau. Den habe ich mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Bisschen Theatralik gehört bei solchen Spielen dazu.“ Willi lacht.
Landgraf traut auch der jetzigen Alemannia die Sensation zu. „Die Jungens haben zwar weniger Erfahrung als unsere Truppe mit Meijer, Grlic, dem Kalla Pflipsen und mir, aber die werden brennen und haben auch einen Heißsporn als Trainer. Ich sage mal: Die Bayern werden in Aachen wieder bluten.“
Hier wird der alte Tivoli abgerissen
Zwei Jahre nach dem Umzug von Alemannia Aachen ins neue Stadion hat am Montag der Abriss des alten Tivolis begonnen. Wir zeigen Bilder.
Radu-Rekord: Gelbrot nach fünf Minuten
Peinlicher Rekord für Sergiu Radu: Er wurde in der 54. Minute eingewechselt, sah drei Minuten später Gelb... und musste zwei weitere Minuten später schon wieder vom Feld: Gelbrot!
Alemannia verlängert mit Sportdirektor Erik Meijer
„Wir befinden uns auf einem guten Weg, und ich freue mich, dass der Aufsichtsrat auch dieser Überzeugung ist“, sagte Meijer.
Alle Partien werden live kommentiert, Spielzug für Spielzug, einzeln oder als Konferenz. Dazu Aufstellungen und Statistiken: Welches Team hat mehr Ballbesitz, Torschüsse, gewonnene Zweikämpfe?