Empfehlen | Drucken | Kontakt23.05.2011 - 14:54 Uhr

Timo Horn (17), FC-Torwart: „Ich will Adler oder Neuer ablösen"

Von JULIA TROESSER
Timo Horn will Nationaltorwart werden.
Timo Horn will Nationaltorwart werden.
Foto: Bongarts/Getty Images
Köln –  

Als Timo Horn fünf Jahre alt war, hatte er einen großen Traum: Einmal für seinen Lieblingsverein spielen - den 1. FC Köln. Jetzt ist der 17-Jährige die große Torwarthoffnung des Clubs. Der Kölner spielt in der U-23-Mannschaft und ist im Kader der Profis.

„Mir kann es nicht schnell genug stehen, bis ich im Tor der Profis stehe“, sagt Timo. Momentan ist dieser Platz zwar noch von Michael Rensing besetzt – doch der Nachfolger steht bereit. Timo begann seine Karriere vor zwölf Jahren beim SC Rondorf, schon in der E-Jugend wechselte er zum FC. Seitdem ging es für ihn steil bergauf – nicht nur im Geißbockverein.

Der Kölner steht auch in der U18-Nationalmannschaft im Tor, im letzten Jahr bekam er die Fritz-Walter-Medaille als bester Nachwuchsspieler seines Jahrgangs verliehen. „Das war bislang echt mein größter Erfolg. Es war das erste Mal, dass ein Torwart Gold bekommen hat“, erzählt der rothaarige Kicker begeistert.

Lerngruppe mit Yabo und Clemens

Doch Timo weiß, dass der Erfolg schnell vorbei sein kann: „Wenn ich mich verletze, kann ich die Profikarriere vergessen.“ Deshalb arbeitet der Kölner an Plan B. Das Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium in Sülz hat Timo verlassen – zu wenig Zeit für Unterricht.

Jetzt macht er an der ILS Hamburg das Fernabitur, lernt möglichst 15 Stunden pro Woche in einem Raum der Elsa-Brandström-Realschule. Zusammen mit den FC-Kollegen Christian Clemens und Reinhold Yabo löst er dort Übungsaufgaben, wird manchmal von Lehrern oder Studenten unterstützt.

Lernen, sechs bis sieben Trainingseinheiten pro Woche plus Spiele – da wird die Zeit fürs Privatleben knapp. Und dann muss Timo noch einen eigenen Haushalt schmeißen: Denn der 17-Jährige wohnt nicht mehr bei seinen Eltern, zog im Januar mit seiner Freundin in eine eigene Wohnung. „Bei mir geht das alles etwas schneller“, sagt er lachend.

Für den großen Traum nimmt Timo die harte Arbeit in Kauf: „Ich will Nationaltorwart bleiben und später Manuel Neuer und René Adler ablösen.“ Sein Traumverein wäre Barcelona – „aber daraus wird so schnell nichts.“ Deshalb bleibt Timo erst einmal dem Lieblingsklub aus der Heimat treu: Dem 1. FC Köln.

Infos über Timo

Vorbild: Edwin van der Sar

Motto: Nichts ist unmöglich

Förderer: Viele, vor allem meine Torwarttrainer

Plan B: Ein BWL-Studium und dann vielleicht Sportmanagement

In fünf Jahren will ich: Bundesligatorwart sein

Lieblingsorte: Meistens bin ich mit meiner Freundin unterwegs, gehe essen oder ins Kino

Besuchern zeige ich: Unser Wahrzeichen und ein FC-Spiel

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