Die Idee seines Lebens hatte Florian Michajlezko auf einer WG-Party: Beim Bier erzählte ein Freund vom Schulranzen seines kleinen Bruders, eine Freundin sprach von ihrem tollen Wanderrucksack.
Die Kölner stellten fest, dass Grundschüler seit Jahrzehnten die gleichen Tornister tragen und wollten das ändern. Ihr Plan: „Wir übertragen das Ergonomiekonzept von Wanderrucksäcken auf den Kinderrücken.“
Florian stellte zusammen mit seinem Partner die ersten „ergobags“ her, Rucksäcke für Grundschüler. Sie sollen das Gewicht optimal verteilen, die Rücken der Grundschüler bestmöglich schonen. „Damit können wir den ganzen Markt verändern“, glaubt der 26-Jährige, der aus Kleve stammt und früher als Finanzberater gearbeitet hat.
Ihre Idee kam an: „Der Erfolg hat all unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Florian. Das kleine Unternehmen aus der Subbelrather Straße in Ehrenfeld wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, die Nachfrage ist riesig. „Sogar aus Budapest, Südkorea und Slowenien kommen Anfragen“, sagt der Kölner. Das weltweite Interesse führt zu Lieferengpässen, viele „ergobags“ sind zeitweise auf Monate hin ausverkauft.
Die Modelle sollen nicht nur bei gesundheitsorientierten Eltern, sondern auch bei den Kindern gut ankommen. Es gibt die Rucksäcke in pink, grün oder blau – wahlweise mit Pferden, Blumen oder Dinosauriern verziert. Sogar ein „ergobag“ mit integrierter Beleuchtung ist im Sortiment.
Florian, der in einer WG in Ehrenfeld lebt, hat die Firma im Februar 2010 mit seinem Kollegen Sven-Oliver Pink gegründet. Mittlerweile arbeiten rund 20 Leute für die kölschen Rucksack-Pioniere. Und das Rucksack-Unternehmen soll noch viel größer werden: „In fünf Jahren wollen wir weltweit das Synonym für gesunde Schultaschen werden“, sagt Florian.
Die Kölschen Unternehmensgründer sind auf einem guten Weg dorthin: Gerade erst war Florian mehrere Wochen in Vietnam - natürlich geschäftlich, für seine „ergobags“.
Motto: „Auf den Rücken, fertig, los.“ Und: „Et kütt, wie et kütt.“
Wo findet man dich? In Ehrenfeld
Was zeigst du Besuchern? Ehrenfeld
Was magst du an Köln? Köln ist nicht schön, Köln ist herzlich. Die Stadt nimmt sich selbst nicht so ernst. Diese Mentalität muss man einfach erleben.
Förderer: Wir bekommen viel Unterstützung von Familie, Freunden, Studenten, Praktikanten.
Website: www.ergobag.de
Diese Namen sollten wir uns merken: EXPRESS.DE stellt in einer neuen Serie 30 junge Menschen aus Köln vor, die tolle Ideen, besondere Begabungen und große Ziele haben. Von diesen Kölnern können wir noch viel erwarten!
„Ich will Adler oder Neuer ablösen"
Seit zwölf Jahren spielt Timo beim 1. FC Köln – er gilt als Torwarthoffnung des Geißbockklubs und spielt außerdem in der Nationalmannschaft. Sein großes Ziel hat er klar vor Augen.
„Ich hole New Yorks Trends zu uns“
Sie führt ihren eigenen Shop in der Kölner Innenstadt, übernimmt bei ihrem Label GY'BELL alle Aufgaben: Von der Stoffauswahl bis zur Model-Buchung.