Empfehlen | Drucken | Kontakt

Werner Spinner: Hausarbeiten statt kölscher Triumph-Zug

FC-Präsident Werner Spinner kennt den Triumph-Zug auf dem Lkw durch Köln nur von Fotos.
FC-Präsident Werner Spinner kennt den Triumph-Zug auf dem Lkw durch Köln nur von Fotos.
Foto: Imago, dpa
Köln –  

In Junkersdorf, in der Neuenhöfer Allee, geht ein 16- Jähriger Bub vor Wut die Wände hoch. Sein Name: Werner Spinner, der 2014 wie der FC 66 Jahre alt wird. „Meine Eltern hatten nicht so viel mit Fußball am Hut“, erinnert sich der FC-Präsident. „Ich aber schon. Ich spielte damals als Außenläufer beim FC, wollte natürlich meine Helden sehen. Stattdessen verdonnerte mich mein Vater zu den Hausaufgaben.“

Mannschaftsbus ohne die Helden

Dabei hätte er sie zu gerne gesehen, den Weltmeister Hans Schäfer, das große Talent Wolfgang Overath - und Hansi Sturm, der auf seiner Position spielte. „Der hatte damals gegenüber von meinem Elternhaus eine Tankstelle aufgemacht. Da habe ich ihn öfter gesehen. Näher kam ich den Stars nicht.“ Nun ist er Präsident - und trotz der Vergangenheit ließ das Präsidium die Heroen von einst vom Mannschaftsbus entfernen. „Man darf auf die Erfolge stolz sein, sie sind ein entscheidender Grund für die Popularität, für die Ausstrahlung diesen großen Klubs. Aber sie waren oft auch Bürde, lenkten ab vom Blick auf die Realität. Wir müssen erstmal kleinere Brötchen backen.“

Nachhaltiger Erfolg braucht Geld

Aufsteigen, drinbleiben, Schulden abbauen - das ist die Agenda der nächsten Jahre. Titel scheinen Lichtjahre entfernt. Aber auch da hakt Spinner ein: „Am Ende betreibst du Leistungssport, um irgendwann vielleicht auch mal ganz oben zu stehen. Borussia Dortmund wurde aus der Fast-Insolvenz Double-Sieger. Nachhaltiger Erfolg braucht viel Geduld und auch ein bisschen Glück. Mit harter Arbeit, richtigen Entscheidungen und Zusammenhalt kann man viel erreichen.

Wir haben mit Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke eine hervorragende Geschäftsführung und sind darunter mit Jörg Jakobs und dem Trainerteam um Peter Stöger super aufgestellt. Wichtig ist, dass einen Schritt nach dem anderen gehen.“ Fest steht: Sollte es doch noch mal zu einem Pokal reichen, wird es niemanden geben, der Werner Spinner vom Rathaus fernhält...

Weitere Meldungen aus dem Bereich 1. FC Köln
FC-Spieler Kevin Vogt vor der US-Flagge.
Trainingslager in den U.S.A.
Das FC-Florida-Feeling

Zufrieden blickt der 1. FC Köln auf die Zeit im Trainingslager in Florida zurück. Profis und Verantwortliche genossen das Lebensgefühl in Orlando und Umgebung.

Gleich zum Start geht’s ans Eingemachte im Kampf um die Rettung.
Kampf um die Rettung
17 Schritte bis zum Hallelujah!

Zum Start geht’s ans Eingemachte. Mit Platz 11 hat sich der FC in der Hinrunde eine gute Position für die Rückserie geschaffen. Doch selbst Schlusslicht Freiburg ist nur vier Punkte entfernt.

Die eingefleischte FC-Familie Kruse: Vater Wolfgang mit Melly und Mutter Melanie mit Matti.
Eingefleischte FC-Familie
Familie Kruse hat ein Ab- und ein Aufstiegskind

Am 5.5.2012 stieg der FC in die Zweite Liga ab. Der Verein stand vor einem Scherbenhaufen. Nur zwei Jahre später, am 21.4.2014 stieg der FC wieder auf.

Fußball
Unsere Partner
Aktuelle Fußball-Tabellen
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Aktuelle Videos